Lange habe ich nicht vom Fliegen geträumt


Handlungsort: Japan, Tokio – Interessante Informationen zu Tokio

Der 47jährige Taura lebt und arbeitet in Tokio. Mit seinem tristen Leben hat er sich bereits abgefunden. Obwohl er Frau und Sohn hat, lebt Taura ein einsames Dasein. Entfremdet von seiner Familie lebt er nicht mehr mit ihnen, sondern neben ihnen her. Als er eines Tages einen Oberschenkelhalsbruch erleidet und ins Krankenhaus gebracht wird, ändert sich sein Leben plötzlich. Er lernt eine Frau kennen, die neben ihm, verdeckt von einem Vorhang, ebenfalls im Krankenbett liegt. Sie beginnen ein Gespräch, das sich in eine erotische Unterhaltung wandelt.
Nun trifft er die Frau aus dem Krankenhaus, die den Namen Matsuko trägt immer wieder und fühlt sich auf wundersame Weise extrem von ihr angezogen. Matsuko jedoch ist von einem sonderbaren Geheimnis umgeben, denn von Treffen zu Treffen wird sie immer jünger. Als sie am Ende nur noch in Gestalt eine Kindes erscheint, beginnt Taura an seiner Wahrnehmung zu zweifeln. Was hat es mit dieser sonderbaren Frau auf sich? Ist sie real oder nur das Hirngespinst eines verlorenen Menschen?

 

Persönliche Bewertung:
Mit seiner Figur des einsamen Taura zeichnet Taichi Yamada einen Menschen nach, den es so oft in der heutigen Gesellschaft gibt. Ein Mensch, der sein Leben bereits aufgegeben hat und nur noch seines Daseins fristet, indem er jeden Tag seinen Pflichten nachkommt und dabei vergessen hat, zu leben. Obwohl er in seine Geschichte unnatürliche, mystische Figuren einbaut, bleibt sie dennoch realistisch und nachvollziehbar und gleitet nicht in eine kitschige Fantasyerzählung ab, sondern zeigt das Seelenleben eines einsamen Mannes.

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